Vorsorge bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen in Hamburg
Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen kann es zu gesundheitlichen Belastungen durch Einatmen, Hautkontakt oder Aufnahme über den Körper kommen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge dient nicht nur dazu, mögliche gesundheitliche Auswirkungen frühzeitig zu erkennen, sondern auch dazu, gezielt zu beraten und präventiv dazu beizutragen, dass gesundheitliche Gefährdungen gar nicht erst entstehen. Die Durchführung erfolgt auf Grundlage der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) und orientiert sich an der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes.
Typische Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
Umgang mit Lösemitteln, Farben und Lacken
Tätigkeiten mit Metallen und Metallstäuben
Arbeiten mit Stäuben
Exposition gegenüber Gasen und Dämpfen
Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen
Arbeiten in Laboren, technischen Bereichen oder in der Reinigung
Was wird untersucht?
Der Untersuchungsumfang richtet sich nach Art und Ausmaß der Exposition und kann beinhalten:
Ausführliche Anamnese (arbeitsplatzbezogen)
Körperliche Untersuchung
Beratung zu Schutzmaßnahmen und Verhalten
ggf. Laboruntersuchung
ggf. Urinuntersuchung
ggf. Biomonitoring
ggf. Lungenfunktion
ggf. Hautbeurteilung
Bitte mitbringen
Gültiges Ausweisdokument
ggf. vorhandene Vorbefunde
Informationen zum Arbeitsplatz
Wichtig zu wissen
Die Vorsorge wird als Pflicht-, Angebots- oder Wunschvorsorge durchgeführt, abhängig von der Gefährdungsbeurteilung. Für die Untersuchung müssen Sie nicht nüchtern kommen - es ist sinnvoll, vorher normal zu essen und ausreichend zu trinken.
Terminvereinbarung
Termine sind kurzfristig möglich.
Arbeitsmedizinische Vorsorgen/ehemalige G-Untersuchungen
Aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen - ehemals G33
Arsen oder seine Verbindungen - ehemals G16
Asbest - ehemals G1.2 - Mineralischer Staub, Teil 2: Asbestfaserhaltiger Staub
Benzol - ehemals G8
Bleialkyle - ehemals G3
Blei oder seine Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle) - ehemals G2
Cadmium oder seine Verbindungen - ehemals G32
Chrom-(VI)-Verbindungen - ehemals G15
Dimethylformamid - ehemals G19
Fluor oder seine anorganischen Verbindungen - ehemals G34
Gefährdung der Haut - ehemals G24
Glykoldinitrat oder Glycerintrinitrat (Nitroglykol oder Nitroglycerin) - ehemals G5
Hartholzstäube - ehemals G44
Isocyanate - ehemals G27
Kohlenmonoxid - ehemals G7
Kohlenstoffdisulfid (Schwefelkohlenstoff) - ehemals G6
Krebserzeugende und erbgutverändernde Gefahrstoffe (allgemein) - ehemals G40
Methanol - ehemals G10
Nickel oder seine Verbindungen - ehemals G38
Platinverbindungen - ehemals G13
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe - ehemals G4
Quecksilber oder seine Verbindungen - ehemals G9
Schwefelwasserstoff - ehemals G11
Schweißrauche - ehemals G39
Mineralischer Staub - ehemals G1.1 - Mineralischer Staub, Teil 1: Silikogener Staub
Staubbelastung - ehemals G1.4
Styrol - ehemals G45
Tätigkeiten mit Stoffen, die obstruktiven Atemwegserkrankungen auslösen können - ehemals G23
Toluol und Xylol - ehemals G29
Trichlorethen (Trichlorethylen) und andere Chlorkohlenwasserstoff-Lösungsmittel - ehemals G14
Vinylchlorid - ehemals G36
Phosphor (weiß) - ehemals G12